Home sweet home…

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Aussicht aus dem Times Office 🙂

Freitag – es war soweit der letzte Tag in England stand an. Am Abend zuvor habe ich schon meinen Koffer und mein Handgepäck gepackt. Die letzte Zeit ist total schnell vergangen und ging schneller rum als ich gedacht habe. Ich war ziemlich traurig aber habe mich zugleich auch noch auf einen schönen letzten Tag gefreut. Bei der Times habe ich wieder im Newsroom am picture desk gearbeitet und habe im normalen „Workflow“ mitgearbeitet und die Redaktionen mit Bildrecherche unterstützt. Der Freitag war irgendwie ganz schön hektisch und es gab eine Menge an Bild Anfragen. Trotzdem es viel zu tun gab, musste ich auch wieder an eine ganze Menge Papierkram denken. Die Times musste mir noch einige Dokumente und Formulare ausfüllen ( Europass, Berichtsheft etc. ) und abstempeln und ich musste darauf achten, dass ich auch alles vollständig habe.  Da bei der Times immer ein überaus hoher Betrieb herrscht, war es garnicht einfach da jemanden zu finden der sich bereit erklärt mir dabei zu helfen. (Anders also als in der Mary Evans Picture Library). Meine Mittagspause habe ich dann nochmal im 14. Stock des The News Buildings genossen und ein paar schöne Schnappschüsse mit meiner Kamera gemacht. Am Ende des Tages habe ich mich dann schon von allen verabschieden müssen und so langsam kam auch die Traurigkeit in mir auf. Von der Times gab es nochmal mündlich ein dickes Lob für die Seele und dann machte ich mich ein letztes mal mit dem Zug von der London Bridge Station aus nach Bromley South. Meine Gastfamilie und ich wollten den letzten Abend nochmal gemeinsam genießen und wir haben uns dafür entschieden gemeinsam zu einem Chinesischen Buffet zu gehen. Vorher haben sich die Kinder meiner Gastfamilie aber noch eine Runde Inliner fahren gewünscht. Dafür sind wir in Orpington ( ca. 30 min) von Bromley entfernt, in ein großes Leisure Center gefahren. Obwohl ich schon ein wenig geschafft von meinem Tag war, haben es die Kinder geschafft mich dazu zu überreden eine Runde mit zu fahren. Das war ziemlich spaßig und witzig, war schon eine Weile nicht mehr gefahren. Dafür bin ich aber relativ schnell wieder rein gekommen und hatte Spaß. Am Ende des Abends war ich dann noch trauriger als zuvor und es war irgendwie komisch zu wissen, dass es es schon wieder nachhause geht. Es gab sogar noch ein paar kleine Geschenke für mich. Von der Oma der Gastfamilie habe ich mich dann auch schon verabschiedet, die Kinder haben dann leider schon geschlafen. Die Gastmutter hat sich aber extra noch den Wecker gestellt und um 5.00 Uhr kam dann auch schon der Taxifahrer..

Einblicke „The Times “ 🙂 .. ich werde es vermissen…

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Die letzten Tage…

So langsam kommt die Trauer in mir auf. Irgendwie ist das jetzt doch schon ganz schoen merkwuerdig, dass ich nur noch zwei Tage hier habe und von Freitag zu Samstag Nacht, dann das Taxi zum Flughafen auf mich wartet. Auf dem Weg zur Arbeit im Zug, habe ich heute ein wenig ueber meine bisherige Zeit hier in London nachgedacht und festgestellt, dass ich eigentlich schon so ungefaehr 4 Wochen gebraucht habe bis es sich wie Zuhause angefuehlt hat. Nach 4 Wochen kannte ich mich schon einigermassen gut in London aus, hab Freundschaften geschlossen, viele Leute kennengelernt und war gut eingearbeitet. Und auch wenn ich zwischenzeitlich dann mal kurz ein zwei Tage Heimweh hatte, finde ich es jetzt ganz traurig, dass mein Abenteuer hier bald zu Ende geht. Heute war ein typischer Londoner Regentag und es war sehr grau und bedrueckend. Jedoch hat mich der Newsroom der Times gleich wieder so in seinen Bann gezogen, dass ich mich total auf die Arbeit gefreut habe. Es war schon ein wenig gewoehnungsbeduerftig fuer mich erst um 12 Uhr anzufangen aber auch mal eine interessante Erfahrung. Meine erste Aufgabe heute war es dann an einem Meeting vom picture desk teilzunehmen. Magaret hat mir gesagt, dass ich mich jetzt bitte an einen Sam halten soll. Sam ist sowas wie der Koordinator der News und regelt hier den Ablauf in der Bildredaktion. Irgendwie habe ich mich dann ploetzlich mitten im Geschehen befunden… Ich sass mit 6 anderen Kolllegen an einem grossen weissen Schreibtisch, hinter uns die Skyline auf London. Ich bekam dann eine Liste in die Hand gedrueckt, auf der ich die verschiedenen Zeitungs Ressorts gefunden habe mit jeweiligen aktuellen Schlagzeilen. Ehe ich mich aber den anderen Kollegen vorstellen konnte und mitteilen konnte, dass ich ja aus Deutschland komme legte Sam Zack auf Zack los und ratterte in einem mega maessigen Tempo Ressort fuer Ressort die Schlagzeilen runter. Dazu haben sich dann alle Kollegen ihre Stichpunkte aufgeschrieben und haben sich untereinander besprochen, welche Fotos fuer den heutigen Tag gesucht werden muessen. Ich habe versucht allem so gut es in meiner Macht lag zu folgen und wenn nicht habe ich mich an eine nette junge deanische Kollegin gehalten. Mit ihr habe ich mich auf Anhieb irgendwie gut verstanden, nachdem sie sich heute morgen bei mir vorstellte. Wir waren dann auch den Rest des Tages ueber ein gutes Team. Nun wollte ich mich den Kollegen aber auch endlich vorstellen und habe mir Sam nachdem er fertig war geschnappt und ihm gesagt, dass ich vom Tagesspiegel komme und jetzt eine Woche die Praktikantin bin. Zu meinem Vergnuegen haben alle gleich gewusst was der Tagesspiegel ist und haben mich angelaechelt Jaja, so laueft der Hase.. Da kennt wohl jeder jeden..oder so aehnlich. Natuerlich wollte ich mich dann heute besonders gut ins Zeug legen und bei der picture research glaenzen und meine Vorkenntnisse vom Tagesspiegel anwenden. Ich habe mich im Laufe des Tages dann immer bei den Kollegen vom picture desk erkundigt, fuer welche Themen ich Fotos suchen kann oder womit ich behilflich sein kann. Heute habe ich dann also in allen Bildagenturen mit denen die Times zusammen arbeitet recherchiert. Dazu gehoeren REX, press association,gettyimages, Reuters, Corbis und natuerlich die hauseigene Datenbank. Ab und zu war es mir aber nicht moeglich Fotos in den Bildagenturen zu finden und wurde ich darum gebeten bei diversen Fotografen anzurufen oder Emails zu schreiben um an die Fotos herran zu kommen. Zuerst hatte ich einen kleinen Kloss im Hals.. Wie jetzt einfach da anrufen?? Auf Englisch? Naja gut dachte ich mir , bin ja jetzt schon ne Weile hier vielleicht klappt es ja und wenn nicht dann muss ich eben nochmal nachfragen.. Zu meiner Freude konnte ich mich gut verstaendigen und konnte einige Fotos fuer die Times auftreiben ( was fuer ein Erfolgserlebnis) .. (Auf mich Stolz sei).

Fotos folgen demnaechst…

Was für ein Betrieb hier bei der Times..

Ach ja…Beeindruckende Wolkenkratzer, Reihen von Schreibtischen, TV-Bildschirme, Glastueren, Besprechungstische. Schluesselkarten und Aufzuege. Klingt spannend, oder?

Immer ist irgendwo etwas los, irgendwer ist immer in Bewegung, die Telefone klingeln und die Menschen schnattern. So ist das hier im Newsroom bzw. in dem riesigen Office der Times. Das ist ein ganz schoen grosses Gewusel und topt nochmal das, was ich vom Tagesspiegel gewoehnt bin, aber trotzdem ein Erlebnis. Kaum zu glauben, dass jetzt schon die Haelfe meiner Woche bei der Times hier rum ist. Jetzt gefaellt es mir doch hier so gut, dass ich eigentlich noch verlaengern koennte. Ist ja immerhin eine einmalige Chance hier und liest sich gut in meinem Lebenslauf. Nun mal zu der Aufgabe des Tages. Immernoch die Recherche fuer die Fotos der MP`S fuer das Listing Book. Diesmal durfte ich aber auch in den anderen Bildagenturen nach Bildern suchen. Diese sind REX, press association und gettyimages. Mit gettyimages war ich bereits vertraut und in den anderen beiden Agenturen habe ich mich auch recht schnell zurecht gefunden. Ja, und dann konnte die Recherche auch eigentlich schon los gehen. Wir haben es gestern zwar geschafft, fuer alle „Minister of parliaments“ Fotos zu finden, aber jedoch nicht immer kostenfrei und manchmal auch nicht sehr vorteilhaft. Also bat mich Tracey heute nochmal den sogenannten „Double Check“ durch zufuehren um somit nach noch geeignerteren Bildern zu suchen. So, habe ich mich dann alphabetisch durch die Liste gearbeitet. Wenn in den Agenturen keine Fotos zu finden waren, musste ich zur Not auch mal auf die Facebook oder Twitter Seite des MP zurueck greifen (wird aber eher ungerne gemacht). Wenn ich dort auch nicht richtig fuendig geworden bin, habe ich noch auf den Websiten der verschiedenen Parteien recherchiert, musste den MP dann aber per Email direkt nach dem Recht an dem Foto fragen und ob er mir ein Foto zu kommen lassen kann. Im Laufe des Tages, kam dann auch noch ein Bildredakteur mit einem Entwurf des Listing Books auf und zu und hat uns einen Entwurf gezeigt. So konnten wir uns schon eher vorstellen wie es am Ende aussehen wird und fuer was wir gerade die Fotos suchen (und welche). Ich muss sagen, es ist zwar eine ganze Menge zu tun aber ich habe maechtig Spass am Recherchieren. In der Mittagspause, war ich eigentlich nur auf der Suche nach einer Mikrowelle. Nachdem ich in der Kueche aber nicht fuendig wurde, habe ich einen Hausmeister um Rat gefragt. Daraufhin bin ich dann in der 14. Etage des The News Buildings angekommen und wurde schon wieder einmal total ueberrascht. Dort oben gibt es naemlich eine ganz schicke Kantine und Cafeteria und dazu noch einen atemberaubenen Panoramablick auf London. (Nichts fuer Menschen mit Hoehenangst hehe). Morgen werde ich meinen Arbeitsplatz wechseln und ich werde direkt in das Geschehen versetzt, wie mir Magaret mitteilte. Meine Schicht beginnt morgen um 12 Uhr und endet um 20 Uhr. Ich bin gespannt…

WP_20150513_09_47_11_Pro The News Building      WP_20150513_09_34_52_Pro

Meine Recherche Ergebnisse  :         WP_20150513_11_41_31_Pro

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Meine Kollegin Tracey versunken in der Election Results Liste..

Die Aussicht aus der 11. und der 14. Etage

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It is done – der erste Job ist erledigt..

Heute geht der erste erfolgreiche Arbeitstag bei der Times zu Ende. Wie gestern schon berichtet, haben meine Kollegin und ich uns heute an das Projekt der Überarbeitung der Ergebnisse der „Election UK 2015“ gesetzt. Die Liste die uns dazu vorliegt, besteht aus 27 Seiten. Das ist eine ganze Menge und deshalb haben wir uns auch gleich in die Arbeit gestürzt. Den heutigen Tag habe ich aber auch dazu genutzt meine Kollegin Tracey ein wenig über die Arbeitsabläufe auszufragen. Also habe ich mir mich nochmal nach dem „CHP“ erkundigt. Das Programm mit dem ich momentan arbeitete. Das „CHP“ ( Content Hub for Publisher) ist das Redaktionssystem und somit die hausseigene Datenbank der „News International Gruppe“. Das heißt alle Zeitungen die dort angehörig sind, das sind „The Times“, „The Sunday Times“ und „The Sun“ nutzen dieses Programm als großen Pool. Dort befindet sich unter anderem also auch das „Foto Archiv“ mit dem ich gerade arbeite. Dort werden Fotos gespeichert die von den Zeitungen also schon mal verwendet wurden. Zusätzlich sind aber auch Bilder und Fotos von Fotografen vorhanden, die den Zeitungen angeboten werden. ( In der Hoffnung damit ein bisschen Geld zu machen ). Mein Arbeitsablauf besteht aus verschiedenen Schritten. Im ersten Schritt nehme ich mir also die Liste zur Hand , auf der wie gestern berichtet, die gesamte UK in ihre verschiedenen Regionen/Wahlkreise unterteilt ist. ( Das gute ist das ich somit also auch noch mitbekomme aus wie vielen Regionen (650) die UK überhaupt besteht). Unsere Liste geht von A bis Z und wir sind drei Kolleginnen die an dem Projekt arbeiten. Tracey hat die Liste schon einmal überarbeitet und ich prüfe nun ob der „Member of Parliament“ grün ( Fotos vorhanden) oder rot (Fotos nicht vorhanden) markiert ist. In der Datenbank rufe ich mir also die Liste der Ordner (von A bis Z) auf und muss unter anderem auch neue Ordner für Wahlkreise anlegen. Da sich die „Times“ auch manchmal mit ihrer Voraussage verschätzt hat, muss ich manche Fotos auch für die richtige jeweilige Person ersetzen und alte Bilder löschen. Leider sind uns die Vornamen der MPA´s nicht gegeben (nur eine Initiale und der Nachname), deshalb nimmt es etwas Zeit in Anspruch per Google jeweils immer den vollständigen Namen für die Recherche heraus zu suchen. Den brauche ich dann für die Eingabe in die Recherche Suchmaske. Wenn ich nach einer Person recherchiere setze ich den Namen in Anführungsstriche, somit wird nach dem ganzen Namen gesucht. Würde ich das nicht machen würde die Maschine nach beiden einzelnen Namen suchen. Zum Beispiel nach Barbara Müller, also einmal alle Ergebnisse mit Barbara und einmal alle Ergebnisse mit Müller. Außerdem muss man bei dieser Recherche Arbeit auch einige Kriterien beachten. Wichtig ist es also, zu überprüfen ob die Fotos der Person aktuell sind. Die Suchmaschine reiht die neusten Bilder ganz oben und die älteren Fotos nach unten auf. Manche Personen haben sich ja auch über die Jahre verändert also muss man genau hinschauen, was man den Redakteuren für Fotos anbietet. Wenn ich keine Fotos gefunden habe, habe ich dies auf einem kleinen Notizzettel notiert. Diesen habe ich dann Kollegin Tracey gegeben, und diese hat dann die anderen Bildagenturen mit denen die Times Verträge abgeschlossen hat, ab. Das war es eigentlich erstmal im Groben & Ganzen und ich hoffe ich habe nichts vergessen. Daran saßen wir also heute den ganzen Tag und ich bin gespannt welcher neue Auftrag folgt. Die Mittagspausen habe ich bisher immer auf dem Borough Market verbracht. Das ist einer der ältesten Lebensmittelmärkte Londons und besticht mich mit seinem Charme und Flair.

Ich lebe meinen Traum :)

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Das beeindruckende „The News Building“

Da bin ich also gelandet.. Mitten im „business district“ in London City. WOW, das habe ich mir schon immer gewünscht. Voller Vorfreude und Motivation, bin ich heute in den Tag gestartet. Ich war schon seit dem Wochenende wahnsinnig aufgeregt. Meine Aufregung war sogar größer als die vor meinem ersten Tag, in der Mary Evans Picture Library. Meinen Sonntag Abend habe ich noch ein wenig damit verbracht, mich über meinen neuen Arbeitsplatz „The Times“ zu informieren und mir das notwendigste darüber zu merken. Wollte schließlich gut vorbereitet sein. So habe ich festgestellt, dass mich da ganz schön was erwarten wird. Durch meine Arbeit beim Tagesspiegel in Berlin, bin ich ja schon an das Arbeiten bei einer großen Tageszeitung gewöhnt und konnte mir in etwa vorstellen was auf mich zu kommt, aber das was ich heute gesehen habe, hat echt alles übertroffen. Während der Tagesspiegel von Montag bis Sonntag eine verkaufte Auflage von ca. 110.247 Exemplaren präsentiert, legt die Zeitung „The Times“ nochmal eine ganze Schippe drauf. Die Times hat eine stolze Auflage von 400.120 Exemplaren (Mo-Sa). Die Tageszeitung befindet sich im sogenannten „The News Building“ an der London Bridge Station. Direkt gegenüber von dem Gebäude  „The Shard“ , welches mich aufgrund seiner Architektur schon immer beeindruckt hat. Die Leute die mir jetzt entgegen gekommen sind sahen alle ziemlich schick (im Business Look) gekleidet aus. ( Ich habe mich dem heute natürlich auch angepasst. Mich hat also schon die ganze Umgebung ziemlich beeindruckt. Meine Schicht ging heute von 10 am to 6pm und ähnelte sich somit ein wenig meiner alten Arbeitszeit beim Tagesspiegel. ( Relativ bekannte Schicht für Medienmenschen). Am Wochenende zuvor, bekam ich eine sehr nette Email von einer Mrs. Magaret Clark vom picture desk, welche mir den Auftrag gab mich am Eingang anzumelden um die Security um einen Anruf zu beten. Nachdem Mrs. Clark informiert war, wurde noch ein Foto von mir geschossen und ich bekam meine Business Entry Card. Daraufhin hieß es dann, einmal in die 11. Etage bitte ( das Gebäude besteht aus 17.Etagen). Dort oben angekommen wurde ich von Mrs. Clark abgeholt und an meinen Arbeitsplatz gelotst, wo sie mir dann meine Kollegin vorgestellt hat. Meine Kollegin heißt Tracey und ist eine freie Bildredakteurin, mit ihr arbeitete ich heute und auch noch Morgen gemeinsam an meiner ersten Aufgabe. Bevor ich aber in diese Aufgabe eingewiesen wurde, gab es noch einen Rundgang durch das riesige großen Office der Times, welches sich über die komplette 11. Etage erstreckt und in die verschiedenen Redaktionen (Ressorts) untergliedert ist. Die Redaktionen sind durch farbige Pfeiler abgetrennt. Ansonsten ist das Büro sehr hell und offen und ist ringsherum von Glasfensterscheiben umgeben. Somit hat man einen atemberaubenden Ausblick auf London. Das musste ich irgendwie erstmal alles verarbeiten, denn genau sowas habe ich mir schon immer mal gewünscht. Für mich wirkte das irgendwie alles noch ganz schön unwirklich und überwältigend. Das riesige Büro wirkte klar gegliedert, aber doch sieht es irgendwie typisch nach einer Zeitungsredaktion aus. Überall liegen Zeitschriften, Zeitungen, Zettel, Notizen, Stifte es wird ausgeschnitten und bunt markiert was das Zeug hält. Ich habe mich zugleich aber auch sehr wohl gefühlt, dieses Umfeld ist irgendwie genau mein Ding. Nachdem ich dann alles überlebensnotwendige wusste ( wo Toiletten und Küchen sind) und natürlich wo es den Kaffeeautomaten gibt, ging es dann an die Arbeit. Zuerst wurde ich mit einem Computer Zugang (Passwort, Username usw.) versorgt und in das Programm „Content Hub for Publishers“ eingeführt. Das ist ein großes Redaktionssystem, ähnlich wie beim Tagesspiegel das DocCenter. Dort findet man viele viele Fotos, Ordner, diverse Suchmasken und was man noch alles so für die Bildrecherche brauch. In meinem ersten Projekt in Zusammenarbeit mit der Kollegin, handelt es sich um die Überarbeitung der Ergebnisse der Election (United Kingdom) 2015. Die Times, hat eine große Tabelle mit den Wahlkandidaten der verschiedenen Wahlkreise erstellt und ganz oben war immer der von der Times überlegte Gewinner des jeweiligen Wahlkreises markiert. Manchmal lag die Zeitung mit ihrer Einschätzung richtig und manchmal falsch. Für jeden Wahlkreis wurde im Programm ein Ordner mit Bildern angelegt. Meine Kollegin hat mit einem Textmarker fabrig für mich notiert, ob für den jeweiligen „member of parliament“ schon Fotos in den Ordnern vorhanden sind oder nicht. Falls nicht war es meine Aufgabe in der hauseigenen Datenbank nach möglichst guten und kostenfreien Bildern zu recherchieren. ( Alt bekannte Aufgabe von meiner Arbeit beim Tagesspiegel). Tracey hingegen hat dann noch den Bildagenturen REX und press association nach Bildern gesucht. Interessant war hierbei zu sehen, wie ähnlich die Arbeitsabläufe doch von Zeitung zu Zeitung sind. Einige gespeicherte Bildagenturen wie zum Beispiel: getty images oder Reuters waren mir also schon alt vertraute Agenturen. Nachdem mir Martina gezeigt hat wie die Technik funktioniert ( und wie man in dem Programm recherchiert) haben wir dann auch schon fleißig losgelegt. Das war super gute Teamwork und hat uns beiden Spaß gemacht, auch wenn vor uns noch eine riesen große Liste liegt, die es abzuarbeiten gilt. Gemeinsam werden wir morgen das Projekt fortsetzen. Ich habe für meinen ersten Tag erstmal einiges zu verarbeiten. Ich bin richtig glücklich und zufrieden, mit meinen beiden Praktikumseinrichtungen bisher so viel Glück gehabt zu haben. Zudem hätten meine beiden Praktikumserfahrungen unterschiedlicher gar nicht sein können. Kleine gemütliche Library gegen riesig große Tageszeitung… WP_20150511_11_31_05_Pro

Mein Arbeitsplatz, sogar mit einem „The Times Teacup“ 🙂

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Mein erstes Projekt und die dazugehörige riesige Liste der Election Results 2015

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Suchmasken vom Conten Hub for Publishers & von mir angelegte Ordner der Wahlkreise

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Sieben tolle Wochen in der Mary Evans Picture Library und eine super Erfahrung….

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Wahnsinn. Jetzt ist es wirklich schon vorbei. Gestern musste ich mich von der Arbeit in der Mary Evans Picture Library verabschieden und das fiel mir gar nicht leicht. Auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz fühlte ich mich schon ein wenig bedrückt, wollte aber dennoch mit bester Laune erscheinen. Als ich mich dann an meinem Computer angemeldet habe, hat Rob dann auch noch gesagt : “ The last day Sophia…“ und hatte mich gleich gefragt ob ich denn nach dem Abend schon etwas geplant habe oder nicht. Er hatte nämlich schon gestern einmal angefragt ob ich nicht noch Lust hätte mit ihm und ein paar Kollegen nach Lewisham auf das Street Feast zu gehen. Dort befindet sich der sogenannte Model Markt wo es Food und Drinks gibt. Eigentlich konnte ich ihm das Angebot auch gar nicht mehr ausschlagen da ich schon mehr oder weniger fest eingeplant war. Während ich mich während der Arbeitszeit dann noch darum bemüht habe, meine Schublade mit den Bildern der Rubrik Bräuche fertig zu scannen und zu bearbeiten, wurde ich von Rob noch über alles Mögliche ausgefragt und interviewt. Er wollte wissen ob mir die Arbeit Spaß gemacht hat, was ich so erlebt habe und ob ich nochmal wieder kommen werde. Wir haben also nebenbei immer mal wieder über meine bisherigen Erlebnisse gequatscht und dabei wieder viel Musik angehört. Im kleinen Kühlschrank in der schnuckligen Küche der Library hatten wir noch, eine Schokotorte übrig, die wir während der Tages auch noch vernascht haben und in der Mittagspause stand nochmal eine ordnungsgemäße Pub Runde an. Das ganze Team der Mary Evans Picture Library aber auch der Bildagentur Ardea haben sich für meinen Wunsch, noch einmal gemeinsam in den Pub zu gehen Zeit genommen. Uns hat es wieder in den Pub „Hare & Billet“ in Blackheath verschlagen. Dort ging dann eine Runde Bier und Chips aufs Haus und wir hatten alle großen Spaß. Während wir da alle so saßen und ich nochmal den typisch Englischen Flair des Pubs auf mich einwirken lass, wurde ich immer trauriger. Die Kollegen sind mir alle sehr ans Herz gewachsen und haben sich immer Mühe gegeben mir die Arbeit so angenehm wie möglich zu machen. Mir persönlich hat es großen Spaß gemacht in der Mary Evans Picture Library zu arbeiten. Ich arbeite besonders gerne mit Fotos und Bildern sowie mit alten Beständen und lerne auch gerne den Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen. Tom hat mir eine Menge über Photoshop und auch über das Verschlagworten von den Bildern beigebracht. Außerdem war es für mich angenehm, dass in der Mary Evans Picture Library ein familiäres Gefühl auf kam. Auch aufgrund der kleinen Größe und der wenigen Mitarbeiter und den vielen alten Sachen fühle ich mich wohl. Auch wenn ich sagen muss, dass meine Aufgaben dann doch leider eher eintönig waren, habe ich das Beste daraus gemacht und habe mich auch nach Abwechslung bemüht. Mein Europass ist somit sehr gut ausgefüllt und macht mich absolut zufrieden. Mir hat es dort einfach so viel Spaß gemacht ein Teil vom Team zu sein, dass ich mir sogar vorstellen könnte dort noch ein mal für eine gewisse Zeit zu arbeiten. Ich habe mir mit einigen Kollegen auch geschworen in Kontakt zu bleiben und ich hoffe das wir diesen halten können. Kurz vor meinem Feierabend ist Tom in mein Büro gekommen und hat mir eine riesige ausgefüllte Tüte mit dem Mary Evans Picture Library Logo in die Hand gedrückt. Darin fand ich einige kleine nette Geschenke und eine ganz liebreizende Danksagungskarte. Jetzt viel es mir wirklich schwer nicht in Tränen auszubrechen. Tom hat mich dann auch nochmal ganz lange und dick gedrückt. Nachdem dann auch die Jungs ( Rob, David und Phil) ihren Feierabend antreten konnten, haben wir uns alle noch in Lewisham auf dem Model Market getroffen. (Schaut doch mal auf der Internet Seite vorbei , kann es nur empfehlen). Dort hatten wir noch eine Menge Spaß und haben noch ein wenig gequatscht und den Abend ausklingen lassen. Die Atmosphäre dort war sehr gemütlich. Es gab ein kleines Lagerfeuer, Livemusik, natürlich jede Menge Bier und diverse Food Stände aus verschiedenen Kulturen. Ich habe mir vorgenommen irgendwann nochmal wieder nach London zu kommen. Vielleicht nur auf einen Besuch ( und um die Kollegen wieder zu sehen), vielleicht aber auch um irgendwann mal für ein paar Jahre dort zu leben und zu arbeiten.

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Abschiedsstimmung..

Ach ja, so langsam wird es traurig..

Zumindest wenn ich darauf hin blicke, dass morgen schon mein letzter Arbeitstag in der Mary Evans Picture Library ansteht. Kaum zu glauben, da habe ich mir zuerst solche Gedanken gemacht, dass die Zeit eventuell doch zu lang ist und jetzt sind schon 7 Wochen meines Praktikums vorbei. Das Team ist mir sehr ans Herz gewachsen und deshalb beschloss ich, mir noch eine Abschiedsgeste für alle einfallen zu lassen. Also bin ich gestern nochmal los gegangen um Kuchen oder Torte zu kaufen. Ich habe mich für zwei kleine Schokotorten entschieden, welche auch sehr gut bei allen angekommen sind.Diese habe ich schon heute mit auf die Arbeit gebracht, weil es eigentlich hieß, dass der Chef morgen nicht im Haus ist ( was sich aber mittlerweile geändert hat). Tom hat sich darum gekümmert morgen doch in der Library zu sein, damit wir als Team nochmal alle in den Pub gehen können. Darauf freue ich mich sehr, ich bin morgen bestimmt ein wenig traurig. Ich wurde vom ersten Tag an sehr gut in der Mary Evans Picture Library aufgenommen und habe mich von Anfang an sehr gut aufgehoben gefühlt. Rob und Tom sind immer für einen Spaß zu haben, aber auch die anderen Kollegen sind alle einzigartig und lieb zu mir gewesen. Natürlich hatte ich aber auch noch einiges an formellen Kram zu erledigen. Ich musste an den Europass, den confirmation letter, mein Berichtsheft (Unterschriften), meinen Arbeitsplan und die Praktikumsbestätigung denken. Auch dabei wurde ich wieder tatkräftig von meinem Chef und meiner Lehrerin Frau Hauke (aus Deutschland) unterstützt. Nachdem ich dann gelesen habe was er mir für eine tolle Praktikumsbeurteilung geschrieben hat, war ich echt ziemlich gerührt. Heute wurde ich auch nochmal von einer Kollegin darauf aufmerksam gemacht, dass sich mein Englisch hörbar verbessert hat und ich flüssig sprechen kann (JUHU). Das hat übrigens auch Tom in meine Beurteilung geschrieben. Am liebsten würde ich alle in der Zukunft nochmal wieder sehen, aber ich freue mich jetzt erstmal auf einen schönen letzten Arbeitstag am Freitag..